Running Lights – Ein Lichtblick in der Herbstdunkelheit

05. Dez 2018

Alingsås ist die Heimatstadt von Kartoffeln und der schwedischen Kaffeepause: der ”Fika", passend dazu sind die kleinen Cafés in der Stadt verteilt. Aber wenn die Herbstdunkelheit kommt, ist sie auch die Heimat des berühmten Lichterfests "Lights in Alingsås". Dies ist eine jährliche Veranstaltung, bei der die Stadt von unterschiedlichen Lichtinstallationen beleuchtet wird.

Zum neunten Mal in Folge wurde dort im Oktober auch das Rennen „Running Lights“ durchgeführt, das Läufern jeden Alters ein außergewöhnliches Rennerlebnis bzw. eine Laufparty bietet.

„Wir wollen ein Familienereignis sein. Die Elite-Läufer sind zwar willkommen, aber wir haben in erster Linie die Familie im Fokus”, sagt Jan Furunger, einer der Organisatoren. Und es ist den Veranstaltern wirklich gelungen, alle Altersgruppen zu erreichen. In diesem Jahr konnte man sogar zwei Zweijährige sowie einen 75-jährigen Teilnehmer im Startfeld der Rennen antreffen.

Die Jüngsten starteten zuerst am Nachmittag. Gefolgt von dem Kinderrennen, dem Jugendrennen, der Staffel und dem neuen Lauf in diesem Jahr: dem Abenteuerlauf.

„Wir wollen immer etwas Neues anbieten. Heutzutage sind Swimruns oder „Obstacle Course Racing“ (OCR), d.h. Hindernisrennen sehr beliebt, aber wir haben unsere eigene Interpretation davon”, so der Veranstalter Jan Furunger.

Trotz der kalten Oktobernacht starteten 93 Teilnehmer in den Abenteuerlauf, und das härteste Hindernis war wohl die Überquerung des Flusses Lillån. Dies war natürlich auch der Ort, an dem sich die meisten Zuschauer versammelt hatten. „Es waren tatsächlich mehr Mädchen als Jungs im Abenteuerlauf. Jungs haben normalerweise ein bisschen Angst, etwas Neues auszuprobieren”, sagt Jan. Die Gleichstellung der Geschlechter ist einer der Bereiche, bei dem „Running Lights” sich ganz weit vorn befindet. In diesem Jahr waren fast genau 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer an den verschiedenen Rennen beteiligt.

Um 18:00 Uhr war es dann Zeit für die 5 Kilometer-Rennen. Und als die Läufer die Ziellinie überquerten, brach auch die Dunkelheit über die Stadt hinein. Kerzen, Fackeln und kleine Lichtrampen wurden angezündet, und zu Beginn des 10-km-Rennens war der Himmel völlig dunkel. Insgesamt rannten bzw. liefen etwa 1100 Menschen eines der Rennen und erlebten somit ein hell erleuchtetes Alingsås. Die Organisatoren waren mit dem Tag zufrieden. „Es war einfach pure Freude. Und keine einzige Verletzung, obwohl wir einen Abenteuerlauf hatten”, fasst Jan Furunger zusammen.

Wenn Sie auch einmal an diesem außergewöhnlichen Lauferlebnis teilnehmen möchten, sollten Sie im nächsten Herbst einen Wochenend-Besuch in Alingsås planen. Dann findet „Running Lights bereits zum 10. Mal statt.

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